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Hochbeete gehören zu den etwas höher angelegten Beeten meist in Schichten und finden sowohl im Garten als auch auf der Terrasse ihren Einsatz. Neben ihrer praktischen Variante, müssen Sie sich beim Bepflanzen und der Pflege nicht bücken. Diese Beete sich auch sehr dekorativ und werden oft zur Gestaltung und Gliederung von Garten und Terrasse eingesetzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Beete meist von Schnecken und anderem Getier verschont bleiben. Das Anlegen eines Hochbeetes sorgt gewissermaßen für eine räumliche Tiefe, sodass die Umgebung um einiges größer erscheint. Hochbeete gibt es in einer Vielfalt an Formen und unterschiedlichen Materialien. Wer ein solches Beet in seinen Garten anlegen möchte, sollte bei der Auswahl darauf achten, dass dieses sich sowohl in der Form, als auch vom Material perfekt der Umgebung anpasst. Die Formen reichen von eckig bis rund. Wer sein Beet selber baut, hat hinsichtlich der Formen noch viel mehr Spielraum, als es bei gekauften Beeten der Fall ist. Die Materialien reichen über Holz, Stein, Granit bis hin zu Kunststoff. Der Kreativität sind hierbei kaum Grenzen gesetzt.

 

Was pflanzt man in einem Hochbeet an?

Auch bei der Bepflanzung können Sie ihre Fantasie walten lassen. Ob Kräuter, Gemüse, Wildblumen oder eine andere Blütenpracht, die Bepflanzung von Hochbeeten lässt sich ganz einfach umsetzen und bietet viel Spielraum für ihre ganz individuellen Wünsche. Da die Anbaufläche leicht erhöht ist, haben sogar Menschen mit Rückenbeschwerden oder Rollstuhlfahrer die Möglichkeit ihren Garten aktiv mitzugestalten und können somit Hochbeete bepflanzen. Das Pflanzen von Mischkulturen ist besonders empfehlenswert, da sich hierbei die Pflanzen gegenseitig „schützen“. Für die schönere Optik beim Hochbeet bepflanzen, sorgt die Tatsache dass die niedrig wachsenden Pflanzen ringsherum am Rand entlang gepflanzt werden, während die etwas Größeren die Mitte des Beets schmücken.

Hochbeete bepflanzenWie befüllt man ein Hochbeet?

Das Füllen eines solchen Beetes erfolgt in Schichten, wobei die erste Schicht meist aus Kies, Blähton oder einer Hydrokultur besteht. Jedoch können bei diesem Hochbeet schichten auch Grober Baum- und Strauchschnitte verwendet werden. Die zweite Schicht besteht meist aus Grünabfälle wie Zweige, Strauchabschnitte und Äste, auf denen die Erde verteilt wird. Die dritte Schicht setzt sich gehäckselten Sträuchern und dünnen Ästen zusammen. Auch diese Schicht wird mit einer dünnen Schicht Erde abgedeckt. Die vierte Schicht besteht aus einer Mischung aus Laub und Grünschnitt, gemischt mit Erde. Als letzte Schicht wird Erde aufgefüllt, bei der die unterste Schicht aus Gartenerde, die folgende aus Kompost und die letzte Schicht aus Blumenerde besteht. Am besten jedoch eignet sich ein Gemisch aus Blumen- und Gartenerde, erhältlich im Baumarkt. Die Höhe der gesonderten Hochbeet Schichten richtet sich nach der Gesamthöhe des Beetes. Im Idealfall ist die Höhe der jeweiligen Schichten fünfzehn bis vierzig Zentimeter.

Hochbeet Befüllung 5 Schichten

SchichtenBestandteilSchichthöhe
Schicht 1 (oben)Kies, Blähton, Hydrokultur, Grober Baum- und Strauchschnitte25 cm
Schicht 2Grünabfälle wie Zweige, Strauchabschnitte und Äste15 cm
Schicht 3Gehäckselten Sträuchern und dünnen Ästen15 cm
Schicht 4Mischung aus Laub und Grünschnitt, gemischt mit Erde15 cm
Schicht 5 (unten)Gartenerde, Kompost und Blumenerde25 cm

Wo ist der beste Hochbeet Standort?

Für ein solches Hochbeet sollte ein sonniger in Nord-Südlicher Richtung gewählt werden. Auf diese Weise wird die Sonneneinstrahlung am besten genutzt. Empfehlenswert ist es, wenn man das Hochbeet von allen Seiten gut bearbeiten und bepflanzen kann. Da dieses Beet sehr viel Wasser benötigt, ist es ratsam, dass sich ein Wasseranschluss in unmittelbarer Nähe befindet.

Wachstumsfördernde Eigenschaften

Zu den besonderen Vorteilen eines solchen Gewächshaus Hochbeetes gehört unter anderem die Tatsache, dass durch die Verrottung der gehäckselten Pflanzenteile genügend Nährstoffe entstehen, dass eine Düngung dieses Beetes nicht erforderlich ist. Der Aufbau eines solchen Hochbeetes gestaltet sich ähnlich einer Kompostierung, da durch die Verrottung nicht nur neue Nährstoffe entstehen, sondern auch Wärme, welche das Wachstum fördert. Diese Verrottungswärme, welche durch die einzelnen Schichten entsteht, führt zum schnelleren Wachstum der Pflanzen. Wenn Sie ein Beet aus Holz haben, ist es empfehlenswert dieses von innen mit Styropor zu verkleiden, welches Schutz vor Frost bietet.

Ruheperiode

Ein kleines Treibhaus schaffen Sie sich mit einer Abdeckung, wie ein Hochbeet Gewächshaus. Dieses schützt Pflanzen und Gemüse vor Hagel und Kälte. In der Ruheperiode empfiehlt es sich, die Beete mit Reisig, Grasmulch oder Vlies zu bedecken, damit sie während der kalten Jahreszeit nicht zu stark austrocknen. Bei Grünschnitthochbeeten besteht die Möglichkeit, dass sich die Erde jährlich um einige Zentimeter absenkt. In diesem Fall sollte das Beet mit Kompost und Gartenerde aufgefüllt werden. Generell sollte das Beet alle fünf Jahre neu befüllt werden, wobei verrottete Pflanzenteile dann als Dünger für Blumenschalen und Blumentöpfe genutzt werden. Zudem sollte das Beet regelmäßig gegossen werden, da die Erde rascher austrocknet als in einem flachen Beet.Hochbeet Gemüse

Welches Hochbeet passt in meinen Garten?

Wie auch bei anderen Gestaltungsmöglichkeiten bietet auch ein solches Hochbeet sehr viel Spielraum, um Garten und Terrasse zu gestalten. Jedoch kommt es hierbei auch auf die Größe, das Gehölz und den Schnitt des Gartens an. Wer klare Linien liebt und beispielsweise Skulpturen und Blumenkübel aus Stein hat, sollte sich auch für ein in Stein angelegtes Beet entscheiden. Für Gärten, die eher im romantischen Stil mit Wildblumen, viel Strauchwerk etc. angelegt sind eignet sich ein Hochbeet aus Holz. Auch die Formen dieses Beetes sollten so gewählt sein, dass sie optisch in das Landschaftsbild passen.

Was müssen Sie beim Hochbeet kaufen beachten?

Egal ob für den Garten oder die Terrasse, beim Kauf eines Beetes sollten Sie einiges beachten. Bei einem Hochbeet aus Holz sollten Sie darauf achten, dass dieses aus unbehandeltem Holz besteht. Speziell für ein Frühbeet ist Lärchenholz gut geeignet. Ein solches Beet kostet im Baumarkt oder Internet circa dreihundert Euro. Der Preis richtet sich nach den Materialien. Ausschlaggebend hierfür ist, ob es sich um ein Beet aus Terrakotta, Holz, Gabionen, Basalt oder anderen Materialien handelt.

Tipp: Wenn Sie ein Hochbeet kaufen, richtet sich die Größe im Idealfall nach der eigenen Körpergröße und danach, wie man das Hochbeet bepflanzen möchte. Die Breite des Hochbeetes sollte so sein, dass Sie es noch rückenschonend und bequem bearbeiten können.

Vor- und Nachteile eines Hochbeetes

Ein solches Beet bietet nicht nur den Vorteil einer bequemen Arbeitshaltung, sondern hat auch noch andere Vorzüge. Durch die höhere Lage des Beetes ist der Lichteinfall höher. Zudem wird es besser von der Sonne erwärmt. Von daher ist die Bodentemperatur wärmer (drei bis acht Grad), als bei einem flachen Beet. Diese Tatsache lässt zum Beispiel das Gemüse eher reifen, sodass es zeitiger geerntet werden kann. Zudem besteht die Möglichkeit, verrottete Gartenabfälle wie Laub mit der Erde zu vermischen, wodurch der Boden gedüngt wird. Der daraus resultierende fruchtbare Boden sorgt für das gute Wachstum der Pflanzen. Durch das Verrotten der Pflanzenreste ist die Bodentemperatur höher, wodurch die Pflanzen rascher wachsen. Die Erde ist nährstoffreicher, da sie direkt kompostiert wird. Durch Verwendung einer Abdeckung kann das Hochbeet im Frühjahr zeitig bepflanzt werden.

Der Ertrag beispielsweise bei Gemüse ist deutlich höher und beträgt nicht selten das Zweifache eines flachen Beetes. Hochbeete lassen sich sowohl auf Terrassen und im Garten errichten. Dabei wird nicht viel Raum benötigt. Zudem wird es oft auch als dekorative Unterteilung auf der Terrasse und im Garten verwendet. Hier wird das Hochbeet zu einem schmückenden Blickpunkt. Schädlinge, wie beispielsweise Nacktschnecken sind in diesem Beet deutlich seltener anzutreffen, als in einem flachen Beet. Das wiederum sorgt dafür, dass Sie keine Pflanzenschutzmittel verwenden müssen. Auch optisch ist ein solches Hochbeet Gewächshaus sehr ansprechend, da die Pflanzen in Sichthöhe wachsen und die Kombination von mehreren Hochbeten, in unterschiedlicher Höhe angelegt, ein echter Blickfang ist. Zu den Nachteilen gehört der finanzielle Aufwand beim Kauf und der höhere Wasserverbrauch, da dieser höher ist als bei einem flachen Beet.